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Lavendel wird zweimal im Jahr geschnitten: im Frühjahr ein kräftiger Formschnitt, nach der Blüte im Spätsommer ein leichter Rückschnitt der verblühten Stiele. Man schneidet nur ins junge, grüne Holz und niemals tief ins alte, verholzte Innere, da er daraus kaum neu austreibt. Regelmäßiger Schnitt hält die Pflanze kompakt und verhindert, dass sie von innen verkahlt.
Lavendel stammt aus dem Mittelmeerraum und liebt volle Sonne sowie einen durchlässigen, eher mageren und kalkhaltigen Boden. Schwere, nasse Erde verträgt er nicht, im Topf hilft eine Schicht Kies oder Blähton als Drainage. Sand oder feiner Splitt im Substrat verbessern den Wasserabzug und beugen Wurzelfäule vor.
Im Beet ist Echter Lavendel meist winterhart und braucht nur einen leichten Schutz aus Reisig, Schopflavendel dagegen ist frostempfindlich. Im Topf sind die Wurzeln stärker gefährdet, deshalb stellt man das Gefäß an eine geschützte Hauswand, umwickelt es mit Vlies und stellt es auf eine isolierende Unterlage. An frostfreien Tagen wird sparsam gegossen, damit der Ballen nicht austrocknet.
Am verbreitetsten ist der winterharte Echte Lavendel (Lavandula angustifolia) mit Sorten wie 'Hidcote' oder 'Munstead'. Schopflavendel (Lavandula stoechas) fällt durch seine auffälligen Hochblätter auf, ist aber weniger frosthart. Provence- und Speiklavendel wachsen kräftiger und werden oft für die Ölgewinnung angebaut.
Lavendel ist ein Magnet für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge und wertet jeden insektenfreundlichen Garten auf. Die getrockneten Blüten duften intensiv und lassen sich in Duftsäckchen, für Tee oder in der Küche verwenden. Als Beeteinfassung oder in Kübeln auf Terrasse und Balkon setzt er zugleich dekorative Akzente.









