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Anzuchttöpfe gibt es aus Kunststoff, Kokosfaser, Zellstoff, Pappe oder gepresstem Torf beziehungsweise torffreien Alternativen. Töpfe aus Kokos, Papier oder Torf können samt Pflanze ins Beet gesetzt werden, weil sie verrotten und die Wurzeln nicht gestört werden. Kunststofftöpfe sind stabil und wiederverwendbar, müssen vor dem Auspflanzen aber entfernt werden.
Anzuchterde ist bewusst nährstoffarm und feinkrümelig, damit die zarten Keimwurzeln leicht eindringen und ein kräftiges Wurzelwerk bilden. Zu viele Nährstoffe würden die Sämlinge zu schnell und weich wachsen lassen. Nach dem Keimen und Umtopfen in nährstoffreichere Erde können die Jungpflanzen dann kräftig weiterwachsen.
Ein Zimmergewächshaus oder eine Anzuchtschale mit durchsichtiger Haube hält die Luftfeuchtigkeit hoch und sorgt für gleichmäßige Wärme, was die Keimung beschleunigt. Viele Modelle haben verstellbare Lüftungsschlitze, um Schimmelbildung durch Staunässe vorzubeugen. Auf einer warmen Fensterbank oder mit Heizmatte keimen viele Samen so besonders zuverlässig.
Sobald sich nach den Keimblättern das erste Paar echter Laubblätter zeigt, werden zu dicht stehende Sämlinge vereinzelt, das sogenannte Pikieren. Mit einem Pikierstab hebt man die Pflänzchen vorsichtig heraus und setzt sie einzeln in größere Töpfe. So bekommen die Wurzeln mehr Platz und die Jungpflanzen entwickeln sich kräftiger.
Für die Aussaat genügen kleine Töpfe oder Multiplatten mit Zellen von wenigen Zentimetern, da die Samen zunächst wenig Platz brauchen. Sobald die Wurzeln den Ballen durchdrungen haben, topft man in Gefäße von etwa acht bis zehn Zentimetern um. Zu große Töpfe zu Beginn bergen die Gefahr von Staunässe, weil ungenutzte Erde lange feucht bleibt.









