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Rum entsteht aus Zuckerrohr, entweder aus Melasse als Nebenprodukt der Zuckergewinnung oder aus frischem Zuckerrohrsaft. Die Grundmasse wird vergoren, gebrannt und anschließend meist in Holzfässern gelagert. Herkunft und Rohstoffbasis prägen den späteren Charakter deutlich.
Verbreitet sind weißer Rum, brauner Rum, hochprozentiger Overproof-Rum sowie Rhum Agricole aus frischem Zuckerrohrsaft. Weißer Rum bleibt klar und mild, brauner Rum wird durch längere Fasslagerung kräftiger und aromatischer. Gewürzter Rum ist zusätzlich mit Aromen wie Vanille oder Zimt versetzt.
Die Reifezeit reicht von wenigen Monaten bis zu vielen Jahren, häufig in ehemaligen Bourbon- oder Sherryfässern. Mit der Dauer nehmen Farbe, Süße und Holznoten zu. In warmen Klimazonen verläuft die Reifung schneller als in kühleren Regionen.
Junger, milder Rum eignet sich gut für Mischgetränke und Longdrinks, während gereifter brauner Rum pur bei Zimmertemperatur zur Geltung kommt. Ein bauchiges Glas bündelt die Aromen. Eiswürfel kühlen, verwässern mit der Zeit aber die feinen Noten.
Rum wird stehend, kühl und vor direktem Licht geschützt aufbewahrt, damit der Korken durch den hohen Alkohol nicht angegriffen wird. Ungeöffnet ist Rum praktisch unbegrenzt haltbar. Nach dem Öffnen bleibt das Aroma über Monate stabil, sofern die Flasche gut verschlossen ist.









