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Weichen verbinden zwei Gleise miteinander und ermöglichen es, einen Zug von einem Strang auf einen anderen zu leiten. Sie bilden die Grundlage für Abzweige, Nebengleise und Rangierbereiche. Ohne Weichen bliebe eine Anlage auf einen einzelnen geschlossenen Kreis beschränkt.
Manuelle Weichen werden per Hand oder über einen Stellhebel direkt am Gleis umgelegt. Elektrische Weichen besitzen einen Antrieb und lassen sich aus der Ferne über ein Stellpult oder die Digitalzentrale schalten. Für schwer erreichbare Stellen und komfortablen Betrieb sind elektrisch geschaltete Weichen von Vorteil.
Ein Weichenantrieb bewegt die Weichenzunge mithilfe von Spulen (Magnetantrieb) oder eines langsam laufenden Motors (Motorantrieb). Magnetantriebe schalten schnell und schnappend um, Motorantriebe stellen die Zunge langsam und leise. Der Antrieb kann unter oder neben der Weiche sitzen, je nach Modell und Anlagengestaltung.
Eine Bogenweiche verläuft selbst in einer Kurve und trennt einen gebogenen Strang in zwei bogenförmige Wege auf. Sie spart Platz, wenn eine Verzweigung mitten in einer Kurve liegen soll. Auf engen Anlagen hilft sie, verschlungene Gleispläne ohne lange Geraden umzusetzen.
Mehrere elektrische Weichen können über ein Stellpult mit Tastern oder über die Digitalsteuerung zusammengefasst geschaltet werden. So entstehen ganze Fahrstraßen, die sich mit wenigen Handgriffen einstellen lassen. Eine klare Zuordnung von Weichennummern erleichtert den Überblick im laufenden Betrieb.









