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Wie Produktsuche im Web technisch aufgebaut ist, was Sprachmodelle daran ändern und in welchen Schritten Piqit eine Anfrage verarbeitet.
Von der Piqit-Redaktion
Veröffentlicht am 13. August 2026
Mit KI erstelltes Bild. Das Motiv ist generiert und zeigt keine reale Szene.Dieser Blog begleitet die Entwicklung von Piqit. Wir schreiben hier über Suchtechnik, Produktdaten und den praktischen Einsatz von Sprachmodellen im E-Commerce. Aufgeschrieben von den Leuten, die genau das bauen und dabei bei Teilaufgabe selbst auf den Einsatz Künstlicher Intelligenz zurückgreifen.
In diesem Beitrag geht um die Ursprünge von Piqit: Wie eine tpische Produktsuche im Web aufgebaut ist, was ein Sprachmodell daran möglicherweise ändert und in welchen Schritten Piqit eine Anfrage bearbeitet.
Wie Produktsuchen heute aufgebaut ist
Drei Bausteine tragen praktisch jede Produktsuche im Netz.
Der Index. Ein invertierter Index hält je Wort die Liste der Dokumente, in denen es vorkommt. Statt Dokumente nach Wörtern wird ein Katalogindex durchsucht. Dazu kommt eine Gewichtung, die seltene Begriffe höher bewertet als häufige. Das macht Volltextsuche schnell, aber wortgebunden: verglichen werden Zeichenketten, nicht Bedeutungen.
Die Attribute. Produktdaten liegen in strukturierten Feldern: Farbe, Material, Maße, Marke, Preis. Darüber sitzt die Filterleiste. Jede Auswahl ist eine harte Bedingung, mehrere Auswahlen werden mit UND verknüpft.
Das Ranking. Innerhalb der Treffermenge entscheidet eine Bewertung über die Reihenfolge: Textähnlichkeit, Verkaufszahlen, Marge, Aktualität, je nach Betreiber.
Diese Architektur ist in Stufen entstanden. Zuerst sortierten Redaktionen Webseiten in Verzeichnisse, dann übernahm die Volltextsuche, dann kam im E-Commerce die Facettensuche dazu. Ein Punkt blieb über alle Stufen gleich: Die Übersetzung der eigenen Absicht in die Struktur des Systems macht der Mensch.
Wo Filter an eine Grenze stoßen
Ein Beispiel, wie es täglich vorkommt: ein Sofa für einen Haushalt mit zwei Katzen, das in eine Nische von 2,40 Meter passt und nicht nach Wartezimmer aussieht. Daran gehen drei Dinge schief, und keins davon ist ein Bedienfehler.
Das wichtigste Kriterium hat kein Feld. Kratzfestigkeit ist kein Attribut im Datensatz. Sie ergibt sich aus Gewebeart und Fadendichte, und die stehen, wenn überhaupt, im Beschreibungstext.


